Pustertaler Sprinzen

Die Pustertaler Schecken oder Pustertaler Sprinzen sind eine Rasse des Hausrindes.

Die Rasse wurde im Pustertal und dessen Seitentälern durch Einkreuzung von Schweizer Eringerrindern in die bodenständige Landrasse gezüchtet. Die Tiere sind vorwiegend weiß mit kastanien- bis hellbraunen oder schwarzen Platten an den Rumpfseiten, die sich zum Rand hin oft in kleine Flecken auflösen (Sprinzen). Die Kühe wiegen ca. 600–700 kg, Stiere ca. 900–1100 kg. Die Rasse wird meist zur Fleischerzeugung in der Mutterkuhhaltung eingesetzt. Nur wenige Kühe werden gemolken.

Im 19. Jahrhundert kam es zur Einkreuzung von Pinzgauern. Der Ausschluss von der Körung (1927) durch Erlass des landwirtschaftlichen Inspektorats führte zum Zusammenbruch dieser Rinderrasse. Erst seit ca. 1984 wird der Zucht dieser Rasse wieder mehr Bedeutung beigemessen.

Die Rasse wird heute in Deutschland, Österreich und Italien (Südtirol) gezüchtet. Die Bestandszahl der Rasse haben sich auf niedrigem Niveau stabilisiert.

Rassestandard

Eine Pustertaler Sprinzen Kuh sollte 130 – 140 cm im Widerrist groß sein, eine guten Rumpf und feinen Knochenbau, trockene Fundamente mit korrekten Körperverbindungen und gesunden Klauen besitzen. Die Tiere sind rot, oder schwarz mit einem vorwiegend weiß gefärbten Kopf. Ohren sowie Umgebung von Flotzmaul und Augen sind pigmentiert. Der übrige Teil des Kopfes ist mehr oder weniger stark mit Farbtupfen (Sprinzen) versehen. Die Tiere sind an den Körperseiten gefärbt, die durch einen weißen Streifen getrennt sind. Bei den Übergängen von Farb- zu Weißfärbung ebenfalls mehr oder weniger stark ausgeprägte Farbtupfen. Die Farbausprägung kann sehr gering sein (fast weiße Tiere) bis stark gedeckt. Aus diesem Grund werden sie Pustertaler Sprinzen genannt.

Verbreitung

In Österreich halten ca. 80 Bauern rund 400 Sprinzenrinder. Mittlerweile gibt es Züchter in den Bundesländern Tirol, Salzburg, Kärnten, Steiermark, Oberösterreich, Niederösterreich und Wien. Pustertaler Sprinzen werden auch im Alpenzoo in Innsbruck und im Tiergarten Schönbrunn in Wien gehalten. Fast alle Tiere werden in der Mutterkuhhaltung gehalten. Das Generhaltungsprogramm der Pustertaler Sprinzen wurde in Österreich 1999 gestartet. Schon seit längerem gibt es ein derartiges Programm auch in Südtirol, wo mittlerweile ebenfalls ca. 400 Sprinzenrinder registriert sind.

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Pustertaler_Schecken
http://www.nbwikis.at/archepedia/index.php?title=Pustertaler_Sprinzen
http://www.rinderzucht-tirol.at/rassen/pustertaler-sprinzen/beschreibung.html